Banken

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Den Begriff Bank kennt heute jeder im Zusammenhang mit Zahlungs-, Kredit- und Kapitalverkehr. Dabei ist die Bank genau genommen ein kaufmännisches Dienstleistungsunternehmen, das sich je nach Typ mit der Kreditvergabe, der Verwaltung von Spareinlagen, dem Handel und der Verwaltung von Wertpapieren aller Art beschäftigt.

 

Die Geschichte
Auf Grund geschichtlicher Erkenntnisse ist anzunehmen, dass es bereits seit dem zweiten Jahrhundert v. Chr. die ersten Vorläufer unseres modernen Bankwesens gab, das sich schon mit der buchmäßigen Verrechnung von Forderungen und einer Art Kontenführung für Anleihen, Schecks und Wechsel beschäftigte.
Auch im Islamischen Reich existiert seit 1327 ein derartiges Finanzsystem. In Europa blühte das Bankengeschäft bereits im 13. Jahrhundert auf, wobei zunächst besonders Florenz zu einer großen Handelsmacht aufstieg, begünstigt durch unzählige Großhändler, Kommissionäre und Spediteure, die mit ihrem Warenumsatz die Bankgeschäfte ankurbelten. Zu den ersten bedeutenden Bankiersfamilien gehörte die Bardi, Peruzzi und die Familie Acciaiuoli aus Florenz. Sie unterhielten lange Zeit als Einzige verschiedene Filialen in allen wichtigen Städten Europas.
Im Jahre 1407 wurde in Genua die erste Bank mit gesellschaftsähnlicher Struktur gegründet. Diese Bank namens Banco di San Georgio gilt als eine der ältesten Banken der Welt, die als Disconto- und Zettelbank fungierte.

 

Bankgeschäfte
Im Laufe der Jahrhunderte wurde immer klarer, dass Banken aus einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft nicht mehr wegzudenken waren, da die Leistungen, die in der Wirtschaft in Form von Waren erbracht wurden nur mit Geld vergütet und ausgetauscht werden konnten. Hier fungieren die Kreditinstitute sozusagen als Vermittler und sorgen für den Ausgleich zwischen den Anlagewünschen und dem Kreditbedarf.
Bis zum heutigen Tag unterliegen alle Banken einer ganzen Reihe von gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften und unterstehen damit der Bankenaufsicht.
Zu den Kunden einer Bank gehören dabei sowohl Privatleute, Firmenkunden, Staaten und Gebietskörperschaften sowie andere Banken.
Für die meisten Privatkunden arbeitet die Bank in Massengeschäften, wie etwa dem Kredit- und Anlagegeschäft und dem normalen Zahlungsverkehr. Es gibt hier allerdings auch das Private Banking für vermögende Kunden, bei dem es in erster Linie um die Vermögensberatung und –verwaltung geht.